Aktuelles Projekt geförderter Glasfaserausbau

Mit der am 12.04.2022 erfolgten Modifizierung der bestehenden ÖRV ist der Eigenbetrieb „IKbit – Interkommunales Breitbandnetz“ mit der Realisierung eines flächendeckenden Gigabitausbaus beauftragt worden.

Durch das Interesse von Telekommunikationsunternehmen einen eigenwirtschaftlichen Ausbau vorzunehmen, besteht die Möglichkeit in Teilen des IKbit-Gebietes einen Gigabitausbau ohne finanziellen Beitrag der Kommunen zu erreichen, was den potenziellen finanziellen Beitrag der Kommunen für einen flächendeckenden Glasfaserausbau beträchtlich mindert. Hierzu hat mit der Entega Medianet GmbH sogar ein Telekommunikationsunternehmen eine verbindliche Vereinbarung bezüglich seines angekündigten eigenwirtschaftlichen Ausbaus unterzeichnet.

Alle verbleibenden Restgebiete werden über einen geförderten Gigabitausbau realisiert, welcher zentral über den Eigenbetrieb „IKbit – Interkommunales Breitbandnetz“ abgewickelt wird und für den die Kommunen einen finanziellen Eigenanteil zu tragen haben.

Dieser geförderte Gigabitausbau in den verbleibenden, nicht eigenwirtschaftlich ausgebauten Gebieten, wird interkommunal unter Einbindung der verfügbaren Förderprogramme von Bund und Land realisiert, da sich die Zusammenarbeit bereits bewährt hat und so das Projekt ressourcensparend bewältigt werden kann.

 

Übersichtskarte geförderter Ausbau

Hier finden Sie eine Übersichtskarte zum Glasfaserausbau in den 10 IKbit-Kommunen. Hier können Sie Ihre Adresse suchen und sehen, ob diese durch einen Eigenausbau eines Telekommunikationsunternehmen erschlossen wird bzw. schon ist (schwarz) oder ob Ihre Adresse über den geförderten Glasfaserausbau realisiert wird (orange). Sollte Ihre Adresse nicht ausgewiesen sein, können Sie sich gerne direkt ans uns wenden.

 

Der Ausbau selbst erfolgt im Wirtschaftlichkeitslückenmodell. Die zusammengeschlossenen Kommunen – vertreten durch IKbit – vergeben hierzu eine Konzession für den Bau sowie den Betrieb an einen Netzbetreiber und finanzieren die durch diesen ermittelte Wirtschaftlichkeitslücke gemeinsam. Die Wirtschaftlichkeitslücke ergibt sich dabei nach einer vom Fördermittelgeber vorgeschriebenen Berechnung, in der der Netzbetreiber nachweisen muss, wie hoch die kalkulierte Investition die kalkulierten Einnahmen innerhalb von 7 Jahren übersteigt. Für die Finanzierung der Wirtschaftlichkeitslücke erhalten die Kommunen wiederum eine Förderung von Bund und Land von 90% - ein Eigenanteil von 10% muss von den Kommunen geleistet werden. Das errichtete Netz gehört dem Netzbetreiber und muss für mindestens sieben Jahre (Zweckbindungsfrist) betrieben werden. Natürlich ist ein Betrieb über die Zweckbindungsfrist von sieben Jahren hinaus gewünscht und liegt auch im wirtschaftlichen Interesse des im Vergabeverfahren bezuschlagten Telekommunikationsunternehmens.

Der Gigabitausbau in den IKbit-Kommunen ist ein wichtiges Ziel in den kommenden Jahren. Die Ausbaustrategie kann flächendeckend durch die Kombination von Eigenausbauten durch Telekommunikationsunternehmen sowie des geförderten Ausbaus durch die Kommunen realisiert werden.

Mit einem Glasfaseranschluss zieht die Zukunft in Ihrem Zuhause ein. Der Leitfaden „So kommt die Glasfaser zu Ihnen nach Hause“ des Gigabitbüro des Bundes zeigt kurz und prägnant die wesentlichen Informationen im Hinblick auf den Mehrwert eines Glasfaseranschlusses für Ihr Einfamilienhaus (Flyer für Mehrfamilienhäuser: „Ihr Glasfaseranschluss“), die technischen Ausgestaltungsoptionen einer glasfaserbasierten Inhouse-Verkabelung und verweist auf weitere Informationsangebote des Gigabitbüros rund um die Glasfaser.

 

Land fördert Gigabitausbau im Interkommunalen Breitbandnetz IKbit

Digitalministerin Sinemus übergibt Bescheid über 23 Millionen Euro für Anschluss von rund 7.200 Adressen in neun IKbit-Kommunen

Von links nach rechts: Frau Dagmar Cohrs (stv. Geschäftsführerin und Leiterin Kommunalbetreuung Wirtschaftsförderung Bergstraße), Bürgermeister Markus Röth (Gemeinde Grasellenbach), Herr Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit), Bürgermeister Milan Mapplassary (Gemeinde Birkenau), Bürgermeister Holger Schmitt (Gemeinde Rimbach), Bürgermeister Michael Helbig (Stadt Lindenfels), Bürgermeisterin Angelika Beckenbach (Gemeinde Abtsteinach), Bürgermeister Erik Kadesch (Gemeinde Mörlenbach), Bürgermeister Volker Oehlenschläger (Gemeinde Fürth), Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation), Bürgermeister Frank Kohl (Gemeinde Gorxheimertal), Landrat Christian Engelhardt (Kreis Bergstraße), Herr Berthold Passlack (Regionaler Breitbandberater bei der Wirtschaftsförderung Bergstraße), Herr Dr. Matthias Zürker (Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bergstraße)

Rund 7.200 Haushalte und Unternehmen sowie sozioökonomische Einrichtungen wie beispielsweise eine Reha-Einrichtung sollen in den „IKbit-Kommunen“ bis Ende 2028 Glasfaseranschlüsse bekommen. Das Interkommunale Breitbandnetz (IKbit), in dem die zehn Kommunen Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Gorxheimertal, Grasellenbach, Heppenheim, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach des Landkreises Bergstraße zusammengeschlossen sind, hat daher nun eine Förderzusage über 52 Millionen Euro von Bund und Land erhalten, um besonders unterversorgte Adressen, die von den Telekommunikationsunternehmen als nicht wirtschaftlich auszubauen eingestuft wurden, ans schnelle Internet bis direkt in die Gebäude anzuschließen. Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat heute (26.01.2024) im Beisein von Landrat Christian Engelhardt den Förderbescheid des Landes über rund 23 Millionen Euro an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der IKbit-Kommunen überreicht.

„Die Dynamik beim Ausbau des schnellen Internets ist im Landkreis Bergstraße hoch. Mit dem Zusammenschluss als Interkommunales Breitbandnetz haben die Kommunen schon frühzeitig die Notwendigkeit erkannt, um auch weiterhin zukunftsfähig aufgestellt zu sein. Unter anderem sind schon alle Schulen in Trägerschaft des Kreises gigabitfähig angebunden. Um eine flächendeckende Abdeckung mit Glasfaseranschlüssen in ganz Hessen zu erreichen, bedarf es weiterhin der Anstrengung aller Beteiligten. Daher unterstützt das Land dort, wo ein eigenwirtschaftlicher Ausbau in absehbarer Zeit nicht erfolgt“, sagte Digitalministerin Sinemus.

Die aktuelle Förderung stammt aus dem Bundesprogramm „Gigabitförderung 2.0“, von dem zahlreiche hessische Landkreise und Gemeinden profitieren. In den geförderten Gebieten liegt die Geschwindigkeit bisher bei unter 200 Mbit/s symmetrisch im Down- und Upload. Insgesamt sollen in dieser Ausbaustufe mehr als 60.000 Glasfaseranschlüsse in ganz Hessen hergestellt werden. Der Bund steuert dafür über 300 Millionen Euro bei. Die Hessische Landesregierung kofinanziert den Ausbau mit mehr als 245 Millionen Euro. IKbit erhält davon 28,9 Millionen Euro vom Bund sowie bis zu 23,1 Millionen Euro vom Land. Die IKbit-Kommunen tragen 5,8 Millionen Euro als Eigenanteil.

Nach den aktuellsten Zahlen des Gigabit-Grundbuchs des Bundes (Stand Mitte 2023) liegt Hessen bei der Versorgung mit Bandbreiten von 200 Mbit/s auf Platz 4 und bei 400 Mbit/s auf Platz 5 unter den deutschen Flächenländern. Auch bei der Gigabitversorgung hat Hessen seine Top-5-Platzierung gefestigt, so dass mehr als 2,1 Millionen hessische Haushalte mit 1.000 Megabit pro Sekunde im Internet surfen können. Der Anteil der direkt bis ins Haus mit Glasfaser versorgten Gebäude wurde im Vergleich zum Versorgungsstand Ende 2022 um rund 30 Prozent auf gut 21 Prozent gesteigert. „Unser 2022 mit zahlreichen Telekommunikationsunternehmen sowie Verbänden geschlossener Glasfaserpakt für Hessen trägt demnach Früchte. Wir sind auf Kurs hinsichtlich unseres Ziels einer flächendeckenden Glasfaserversorgung bis 2030“, freute sich Digitalministerin Sinemus.

„Der flächendeckende Glasfaserausbau auf dem Land wird durch die Förderung von Bund und Land überhaupt erst ermöglicht“, sagt Bürgermeister Volker Oehlenschläger (Gemeinde Fürth). „Die Förderquote des Landes Hessen von 40% ist im Ländervergleich sehr hoch, was uns als hessischen Kommunen natürlich sehr hilft und was wir zu schätzen wissen. Wir sind sehr froh darüber, dass unser Förderantrag positiv beschieden wurde, weil wir dadurch auch die Menschen in unseren Ortsteilen mit Glasfaseranschlüssen versorgen können und somit gemeinsam zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen.“

„Nachdem wir schon vor einigen Jahren unsere Heimat, dem Gebiet der IKbit, gemeinsam mit schnellerem Internet flächendeckend versorgen konnten, freuen wir uns, dass wir die nächste Stufe erreicht haben: Dem zukunftsweisenden Glasfaserausbau für alle Haushalte“, sagt Bürgermeister Holger Schmitt (Gemeinde Rimbach). „Nach dem positiven Bescheid für die Bundesmittel folgen nun auch die Fördermittel des Landes Hessen. Nur so ist es nun möglich geworden, auch die Gebiete außerhalb des eigenwirtschaftlichen Ausbaus an das neue Netz anzubinden. Unser Ziel, allen Haushalten in den Kerngemeinden und allen Ortsteilen gleichermaßen eine Anschlussmöglichkeit zu bieten ist somit in greifbare Nähe gekommen. Jetzt können wir durchstarten.“

„Ultraschnelle Datenautobahnen, wie sie durch den Glasfaserausbau und auch dank dieser Förderung entstehen, sind die zwingende Voraussetzung für Digitalisierung“, sagte Landrat Christian Engelhardt (Kreis Bergstraße). „Die wiederum brauchen wir, um auch künftig wirtschaftlich und gesellschaftlich im globalen Kontext wettbewerbsfähig zu sein. Umso mehr freut es mich, dass hier alle an einem Strang ziehen: Land, Bund, Kreis und nicht zuletzt unsere Kommunen.“

Bei der Vorbereitung und Umsetzung des Projektes sowie der Beantragung der Fördermittel wird IKbit von der Kommunalbetreuung der Wirtschaftsförderung Bergstraße und dem hier angesiedelten, durch das Land Hessen geförderten, regionalen Breitbandberater unterstützt. Die Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen ist ein wesentlicher Standortfaktor, die Wirtschaftsregion Bergstraße zukunftsorientiert aufzustellen“ sagt Dagmar Cohrs (stv. Geschäftsführerin und Leiterin Kommunalbetreuung Wirtschaftsförderung Bergstraße). „Das große Engagement der Kommunen und des Eigenbetriebs IKbit sowie unsere Unterstützung im Breitbandausbau in den letzten Jahren haben sich ausgezahlt. Dank der Kofinanzierung des Landes Hessen kann nun das Ziel, flächendeckend Glasfaseranschlüsse zu ermöglichen, parallel zum bereits laufenden eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau realisiert werden.“

Von links nach rechts: Herr Sebastian Lang (stv. Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit), Frau Tina Straßer (Eigenbetrieb IKbit), Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessische Ministerin für Digitalisierung und Innovation), Herr Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit)

Der Eigenbetrieb IKbit hat mit dem Erhalt des Förderbescheides direkt das entsprechende Vergabeverfahren für die „Bereitstellung eines flächendeckenden Gigabitnetzes und Angebot breitbandiger Telekommunikationsdienste in unterversorgten Gebieten“ als eine Dienstleistungskonzession gestartet. „Wir freuen uns sehr, dass die Kofinanzierung des Landes Hessen bewilligt wurde und somit die Voraussetzung für den Start der Ausschreibung als nächsten Projektschritt geschaffen sind“, sagt Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit). „Der Erhalt des Zuwendungsbescheides vom Land ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum großen Ziel der schnellstmöglichen Realisierung einer flächendeckenden Versorgung von Glasfaseranschlüssen in allen IKbit-Kommunen.“

 

Pressemitteilung Digitales Hessen

Pressemitteilung Wirtschaftsförderung Bergstraße

Presseartikel Starkenburger Echo

Presseartikel Odenwälder Zeitung

 

 

Bund fördert Gigabitausbau im Interkommunalen Breitbandnetz IKbit

Kommunen erhalten 28,8 Mio. Euro aus dem Programm „Gigabitförderung 2.0“ / Digitalminister Wissing übergibt Fördermittelbescheide in Berlin / IKbit einer von 29 ausgewählten Zuwendungsempfängern bundesweit

Bescheidübergabe

Von links nach rechts: Herr Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit), Dr. Volker Wissing (Bundesminister für Digitales und Verkehr), Bürgermeister Volker Oehlenschläger (Gemeinde Fürth), Frau Dagmar Cohrs (stv. Geschäftsführerin und Leiterin Kommunalbetreuung Wirtschaftsförderung Bergstraße)

Das Interkommunale Breitbandnetz IKbit ist eines von zwei hessischen und bundesweit 29 Zuwendungsempfängern, die kürzlich (12.12.2023) zur Fördermittelbescheidübergabe zur „Gigabitförderung 2.0“ durch Bundesminister Dr. Volker Wissing ins Bundesministerium für Digitales und Verkehr nach Berlin eingeladen waren. Stellvertretend für die Beteiligten am Interkommunalen Breitbandnetz nahmen Volker Oehlenschläger, Bürgermeister der federführenden Gemeinde Fürth, Jan Fischer, Betriebsleiter des Eigenbetriebs IKbit, sowie Dagmar Cohrs, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der Kommunalbetreuung der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, den Fördermittelbescheid entgegen.

„Gigabit-Netze sind ein zentraler Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen, für das Wachstum und die Arbeitsplätze ganzer Regionen“, sagt Bundesminister Dr. Volker Wissing. „Dafür braucht es ein flächendeckend ausgebautes, leistungsfähiges und zukunftsweisendes Breitbandnetz. Unser Kompass auf den Weg zu schnellen Netzen ist die Gigabitstrategie, in der wir unsere Ziele und Maßnahmen gebündelt haben. Bis 2030 wollen wir flächendeckend Glasfaser bis ins Haus und den neusten Mobilfunkstandard überall dort, wo Menschen leben, arbeiten und unterwegs sind. Der überwiegende Großteil der Anschlüsse wird durch private Investitionen ermöglicht. Die verbleibende Lücke schließen wir mit unserer zielgerichteten Förderung, die genau jenen Regionen zugutekommt, in denen der Nachholbedarf groß ist und sich ein Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich nicht trägt.“

Bis 2030 soll allen Haushalten und Unternehmen der zehn IKbit-Kommunen eine Gigabitversorgung zur Verfügung stehen. Im Zuge des stetigen Austausches mit den Telekommunikationsunternehmen vor Ort konnte erreicht werden, dass diese eigenwirtschaftlich in allen zehn IKbit-Kommunen große Teilbereiche mit Gigabit-Netzen erschließen werden. So können rund dreiviertel aller Adressen in den ausschließlich durch private Investitionen und ohne Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln mit Gigabit-Anschlüssen versorgt werden.

„Der flächendeckende Glasfaserausbau auf dem Land wird durch die Förderung überhaupt erst ermöglicht“, sagt Bürgermeister Volker Oehlenschläger (Gemeinde Fürth) stellvertretend für die IKbit-Kommunen. „Wir sind sehr froh darüber, dass unser Förderantrag positiv beschieden wurde, wir somit auch die Menschen in unseren Ortsteilen mit Glasfaseranschlüssen versorgen können und dadurch zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen.“

Nach Auswertung der beiden in den Jahren 2022 und 2023 durchgeführten Markterkundungsverfahren sind in den zehn IKbit-Kommunen insgesamt 7.159 Adresspunkte ermittelt worden, welche keine Perspektive auf eine Glasfaseranbindung durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Telekommunikationsunternehmen haben.

Für diese Fälle hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) mit der „Gigabitförderung 2.0“, welche im Rahmen der Förderrichtlinie „Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der Bundesrepublik Deutschland“ vom 31.03.2023 erfolgt, für eine flächendeckende Versorgung Deutschlands mit Glasfaser im Jahr 2023 insgesamt rund 3,6 Milliarden Euro Fördergelder bereitgestellt.

Daher waren diese 7.159 verbleibenden, nicht durch Telekommunikationsunternehmen eigenwirtschaftlich ausgebauten und auszubauenden Adresspunkte und den daraus kalkulierten Investitionskosten in Höhe von rund 57,7 Millionen Euro die Basis des durch IKbit im September 2023 beim Bund gestellten Fördermittelantrages.

Es handelt sich um eine Zuwendung für Infrastrukturprojekte zum Breitbandausbau in Höhe von 28,85 Millionen Euro, was einer Förderquote von 50% der kalkulierten Investitionskosten entspricht. Zusätzliche Fördermittel zur Ko-Finanzierung von weiteren 40% der Investitionskosten sind beim Land Hessen beantragt worden.

Die fehlenden 7.159 Adresspunkte in den 10 IKbit-Kommunen werden somit zu den deutschlandweit insgesamt 638.000 neu entstehenden Anschlüssen in rund 2.300 Kommunen gehören, welche durch die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Jahr 2023 bewilligten Fördergelder an das leistungsfähige Glasfasernetz angeschlossen werden. Das Ziel, den dynamisch voranschreitenden eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Telekommunikationsunternehmen gezielt zu ergänzen, ohne private Investitionen zu behindern, wird somit in den IKbit-Kommunen perfekt umgesetzt.

„Die Kommunen und der Eigenbetrieb des Interkommunalen Breitbandnetz IKbit haben in den letzten Jahren großes Engagement in die Breitbandversorgung gesteckt“, sagt Dagmar Cohrs (stv. Geschäftsführerin und Leiterin Kommunalbetreuung Wirtschaftsförderung Bergstraße). „Die Förderung des Bundes ermöglicht, den Gigabitausbau nun weiter flächendeckend voranzutreiben. Als Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH ist uns dies ein wichtiges Anliegen im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Wir sind stolz darauf, dass wir IKbit bei den Schritten zu diesem Erfolg aktiv begleiten konnten.“

„Wir freuen uns sehr, dass unser Förderantrag noch im Jahr 2023 bewilligt wurde und unser interkommunales Kooperationsprojekt sogar für die Bescheidübergabe im Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Berlin ausgewählt wurde“, sagt Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit). „Nun freuen wir uns auf die nächsten Projektschritte, um das große Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung in allen IKbit-Kommunen schnellstmöglich realisieren zu können.“

Die gesamte Projektabwicklung erfolgt durch den Eigenbetrieb IKbit – Interkommunales Breitbandnetz, der im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit in den 10 Projektkommunen Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Gorxheimertal, Grasellenbach, Heppenheim, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach bereits seit 2011 den Glasfaserausbau vorantreibt. Bei der Antragstellung sowie bei der Vorbereitung des Projektes wurde IKbit von der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH und dem hier angesiedelten, durch das Land Hessen geförderten, regionalen Breitbandberater unterstützt.

 

Pressemitteilung Wirtschaftsförderung Bergstraße

Pressemitteilung BMDV

Pressemitteilung atene KOM GmbH

Pressemitteilung MdB Dr. Michael Meister

Pressemitteilung Digitales.Hessen

Presseartikel Odenwälder Zeitung

Presseartikel Starkenburger Echo

 

BMDVBFP

 

Der nächste Schritt zur Umsetzung des Gigabitausbaus im Weschnitztal und im Überwald ist getan

Die zehn Kommunen unterschreiben die modifizierte öffentlich-rechtliche Vereinbarung

Am 12.04.2022 unterzeichneten die Bürgermeister und deren Erste Beigeordnete, beziehungsweise Erste Stadträte, der beteiligten Kommunen die modifizierte öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Mit dieser Grundlage kann der in der Gemeinde Fürth angesiedelte Eigenbetrieb IKbit nun weiter in Richtung des flächendeckenden Gigabitausbaus vorangehen. Somit soll spätestens 2030 jedes Haus in den IKbit-Kommunen Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Gorxheimertal, Grasellenbach, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach sowie in den Stadtteilen Heppenheims Ober-Laudenbach, Mittershausen-Scheuerberg und Wald-Erlenbach einen Glasfaseranschluss erhalten, der eine Internetbandbreite von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglicht.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Entega Medianet GmbH wird in wenigen Tagen in Abtsteinach starten. Derzeit laufen bereits Gespräche zwischen den Kommunen und der Entega, um in absehbarer Zeit anstehende Straßenbaumaßnahmen sowie geplante Neubaugebiete in die zeitlichen und kapazitiven Planungen für den Glasfaserausbau einbeziehen zu können. Dadurch können Synergieeffekte perfekt genutzt werden. Der beschlossene Verkauf des bisher errichteten kommunalen Netzes, an die Entega Medianet GmbH, wird im Mai vertraglich besiegelt. Aktuell liegt der Kaufvertrag der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vor.

Um den komplexen Gigabitausbau umsetzen zu können, hat der Eigenbetrieb IKbit bereits begonnen, Fördermittel - zunächst für die juristische und technische Beratung - zu beantragen. Trotz des Verkaufes des Bestandsnetzes halten die Kommunen zusammen und gehen gemeinsam voran. Basis für diese Geschlossenheit sind die positiven Beschlüsse zur Gigabit-Ausbaustrategie in den Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen. Denn für das beschlossene Vorgehen gab es in den zehn Parlamenten gerade einmal zwei Gegenstimmen. Das ist ein Zeichen des Erfolges der interkommunalen Zusammenarbeit.

 

Presseartikel Odenwälder Zeitung

Presseartikel Starkenburger Echo