Schnelles Internet eröffnet neue Lernwelten

28 Schulen im Kreis Bergstraße erhalten Glasfaseranschluss 

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Region. Die Wette steht. Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, ist überzeugt davon, dass am 1. Juni 2022 alle 28 kreiseigenen Schulen im Landkreis Bergstraße an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Fürths Bürgermeister Volker Oehlenschläger hält dagegen und rechnet ein paar Tage oben drauf. „Wir feiern vor Ende dieses Schuljahres Einweihung“, sagte er bei einem virtuellen Pressetermin am Mittwochmittag. Er ist sich sicher: „Im nächsten Schuljahr sprechen wir nicht mehr nur darüber, sondern surfen alle mit schnellem Internet.“ Laut Jan Fischer, Betriebsleiter IKbit, könnte das Realität werden, denn der finale Bau sei zwischen April und Juni geplant.

Um den Ausbau zu fördern, überreichte Sinemus nun einen Bescheid des Landes Hessen in Höhe von 324 000 Euro, über den sich Oehlenschläger sowie die Bürgermeister der weiteren neun beteiligten IKbit-Kommunen sehr freuten. In seinen Dankesworten blickte Oehlenschläger auf das Jahr 2013 zurück – als sich zehn Kommunen zusammengeschlossen hatten, um ein Interkommunales Breitbandnetz (IKbit) auf den Weg zu bringen. „Zuerst wurden wir belächelt, mittlerweile werden wir immer wieder für Pilotprojekte ausgewählt – nicht, weil unsere Infrastruktur so gut ist, sondern weil wir als Gemeinschaft auftreten“, sagte er.

Mit Engagement vorangehen

„Wenn jede Kommune für sich handeln würde, dann würden wir definitiv schlechter dastehen. Aber dank der hervorragenden Leistung des gesamten Teams mit verlässlichen Partnern ist dem nicht so – und deswegen finde ich, haben wir dieses Geld auch verdient“, sagte Oehlenschläger schmunzelnd. IKbit sei schließlich ein Netzwerk, das mit hohem Engagement vorangehe.

Dem schloss sich Ministerin Sinemus an. „Mit einer verrückten Idee aus Südhessen haben Sie etwas entwickelt, von dem wir heute die Früchte ernten können.“ Denn das Land Hessen habe unter dem Motto „Schulen ans Netz!“ ein Ziel vor Augen: Bis Ende 2022 sollen alle Schulen über einen gigabitfähigen Internetanschluss verfügen. „Sie unterstützen uns bei der Umsetzung und zeigen gleichzeitig, wie wichtig Pilotgedanken sind und dass man nicht nur darüber spricht, sondern sie auch umsetzt“, sagte Sinemus.

Demnach könnten 98 Prozent der Haushalte im Landkreis mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s surfen. Das sei auch dem IKbit-Zusammenschluss zu verdanken. „Das aktuelle Ausbauvorhaben stärkt nicht nur die Region Südhessen und den Kreis Bergstraße als Bildungsstandort“, so die Ministerin. „Mit Pilotprojekten, wie etwa der Ausbildung des Hessischen Maschinenrings in Sachen Netzausbau, unterstützen Sie auch den überregionalen Ausbau digitaler Infrastrukturen.“ Schließlich liege eine weitere Priorisierung auf dem Gigabit-Anschluss von Gewerbegebieten und Krankenhäusern, um Arbeitsplätze zu sichern und – in Bezug auf die Schulen – in Bildung zu investieren.

Potenziale der Digitalisierung

„Der notwendige Distanzunterricht während der Corona-Pandemie hat den Digitalisierungsdruck im Schulsektor erhöht. Wir haben gesehen, wie der Unterricht der Zukunft aussehen kann und welche Potenziale die Digitalisierung bietet“, betonte auch Birgit Heitland, CDU-Landtagsabgeordnete, in einer Pressemitteilung.

Denn: Derzeit variieren die Anschlussgeschwindigkeiten der Schulen – je nach vorhandenen technischen Voraussetzungen – von 6 MBit bis 600 MBit. Ziel des Gesamt-Projektes sei es, sämtliche Schulen des Kreises an die schnellstmögliche Internetverbindung mit Geschwindigkeiten bis zu 1 GBit/Sekunde über einen Glasfaseranschluss anzubinden, betonte Landrat Christian Engelhardt in einer Pressemitteilung. Damit sei der Kreis Bergstraße ein Vorreiter: Alle Schülerinnen und Schülern sowie Lehrer seien damit zukunftssicher mit „der aktuell besten Technologie in Lichtgeschwindigkeit an die Datenautobahn angeschlossen“.

Schritt in Richtung Zukunft

Ein erster Spatenstich hierfür erfolgte im Juli 2021 an der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach (wir berichteten). „Die Unterversorgung mit zuverlässigem, schnellem Internet wäre ein Stolperstein für den Wissenserwerb unserer Kinder im digitalen Zeitalter. Umso wichtiger ist dieser Schritt in Richtung Zukunft“, drückte es Oehlenschläger aus. nk

Info:

Im Juli dieses Jahres erfolgte im Schulhof der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach der Spatenstich für den Gigabitanschluss. Über dieses Teil-Projekt werden 28 Schulen und die dazugehörigen Außenstellen im Bereich Odenwald und Heppenheim bis Mitte 2022 an das Glasfasernetz angebunden.

Ziel des Gesamt-Projektes ist es, sämtliche Schulen des Kreises an die schnellstmögliche Internetverbindung mit Geschwindigkeiten bis zu1 GBit/Sekunde über einen Glasfaseranschluss anzubinden. Insgesamt werden dafür rund sieben Kilometer Kabel verlegt.

Finanziert wird das Projekt, mit dem ein Auftragsvolumen von rund 900 000 Euro verbunden ist, auch über Fördergelder. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit 405 000 Euro; das Land Hessen übernimmt 324 000 Euro. Den Rest von knapp 190 000 Euro trägt der Eigenbetrieb IKbit selbst.

Die Hessische Landesregierung fördert seit Juli 2020 mit Landesmitteln von 362 983 Euro den Glasfaseranschluss von ebenfalls 28 Schulen im übrigen Kreisgebiet.

Mit Abschluss der beiden landeskofinanzierten Maßnahmen sollen alle 73 Schulen in Trägerschaft des Kreises Bergstraße per Glasfaser mit Highspeed im Netz surfen.

Mit Stand Juli 2021 verfügen 1423 der rund 2000 hessischen Schulen über einen gigabitfähigen Internetanschluss. Die Anbindung ans schnelle Internet soll bis Ende 2022 erfolgen.

 

Weitere Informationen unter: digitales.hessen.de

Einsatz des Maschinenrings

im Zuge des Pilotprojektes in Fürth-Leberbach/Brombach vom 25.08.2021

Interkommunales Breitbandnetz IKbit – Lückenschlussprojekt in Fürth als Pilotprojekt des Landes Hessen

Eigenbetrieb IKbit nimmt Lückenschluss im Breitbandnetz im Fürther Weiler Leberbach und Teilen Brombachs vor / Land lässt den Einsatz des Maschinenrings beim Breitbandausbau erproben

Am Brombach Leberbach Krumbach

Quelle © Firma Klenk & Sohn GmbH

Lagerplatz der bauausführenden Firma Klenk & Sohn (gegenüber „Am Brombach 2“)

Mit dem Interkommunalen Breitbandnetz IKbit wurde ein Ausbau auf Basis des FTTC-Modells (Fiber to the curb) realisiert. Hierdurch wurden Übertragungsraten von bis zu 50 Mbit/s erreicht. Aufgrund der geografischen Lage konnten der Weiler Leberbach/ Brombach in der Gemeinde Fürth vom Ausbau nicht vollumfänglich profitieren. Das Glasfasernetz ist bis zum zugehörigen Kabelverzweiger (KVZ) verlegt, dennoch werden aufgrund der Entfernung des Weilers Leberbach/ Brombach keine Leistungen von 50 Mbit/s erreicht. Somit bestand in rund 30 Haushalten weiterer Ausbaubedarf.  

Diesem ist die Gemeinde Fürth nachgekommen und hat den Beschluss gefasst die Lücke zu schließen. Zur Realisierung bedient sich die Gemeinde Fürth wieder dem Eigenbetrieb IKbit.

Die finanziellen Grundlagen sind durch die Förderung im ELER-Programm sowie mit der

Ko-Finanzierung des Landes Hessen gelegt.

Bei der Realisierung wird ein neuer Ansatz des Landes Hessen getestet: Aufgrund sich stetig verknappender Tiefbauressourcen wollte das Land Hessen im Zuge eines Pilotprojektes ausloten,
wie zusätzliche Tiefbaukapazitäten für den Breitbandausbau

bereitgestellt werden können. Dem Maschinenring Hessen e.V. kommt bei dem geplanten Projekt eine wesentliche Rolle zu.

Eine der Kernaufgaben des Maschinenrings ist die überbetriebliche Maschinenverwendung sowie der überbetriebliche Einsatz von Arbeitskräften im Rahmen der Nachbarschaftshilfe.

Darüber hinaus bestehen für die Landwirte Möglichkeiten, sich zusätzliche Einkommen erwirtschaften zu können.
Hierzu vermitteln die Maschinenringe ihren Mitgliedern Tätigkeiten, bspw. in der Landschaftspflege und in Kommunalarbeiten, darunter auch im Tiefbau.

Insbesondere beim Breitbandausbau herrscht auf längere Zeit Personal- und Ressourcenknappheit.
Zur Verbesserung der Situation hat das Land Hessen eine Strategie zur Ausbildung der Maschinenringe sowie deren Integration in die Ausbaupraxis gestartet.

Mit einem konkreten Ausbildungs- und Pilotrealisierungsprojekt, welches dem Maschinenring die grundlegenden Kenntnisse und
praktischen Fähigkeiten zur Unterstützung des Tiefbaus vermittelt und verlässliche Grundlagen erarbeitet sowie in der Praxis testet,
soll ein Beitrag zur nachhaltigen Verstärkung der Tiefbauressourcen in der Zukunft geleitet werden.

Die oben genannten Überlegungen führten dazu, dass das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie,
Verkehr und Wohnen zusammen mit dem Hessischem Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz initiativ wurde und geeignete Vorgehensweisen untersuchte.
Dies führte, nach entsprechender Gebietsauswahl mit möglichst breiten Anwendungsfällen für Tiefbauarbeiten im Breitbandausbau, zur Aufsetzung des vorliegenden Pilotprojektes im IKbit-Gebiet.

Im gesamten Bundesgebiet gibt es ca. 240 Maschinenringe, die rund 192.000 landwirtschaftliche Betriebe betreuen. Die Maschinenringe sind als Vereine organisiert und haben meist gewerbliche Tochterunternehmen in Form von GmbHs. Jeder Maschinenring ist in einem der 12 Landesverbände Mitglied.
Als Dachorganisation dient der Bundesverband der Maschinenringe e.V. mit seiner gewerblichen Tochter, der Maschinenring Deutschland GmbH.
Die Organisation der überbetrieblichen Maschinenverwendung ist hierbei die Kernaufgabe der Maschinenringe.

Der Maschinenring Hessen e.V. ist der Landesverband der hessischen Maschinenringe und Landtechnischen Fördergemeinschaften.
Er ist Mitglied im Bundesverband der Maschinenringe.

Mit der Ausschreibung wurde ein Generalunternehmer mit den Planungs- und

Bauleistungen zur Erweiterung des passiven Telekommunikationsnetzes des IKbit zum Anschluss der Haushalte und Gewerbebetriebe im Projektgebiet gesucht,
wobei bei der Umsetzung der Maschinenring Hessen e.V. einzubinden ist. Den entsprechenden Zuschlag hat die Firma Klenk & Sohn GmbH aus dem Modautal erhalten.

 Die genaue Zielstellung ist, den Maschinenring hinsichtlich der fachlichen Anforderungen des Breitbandausbaus zu schulen,
um zusätzliche Ausbaukapazitäten generieren zu können. Die im Maschinenring Hessen e.V. zusammengeschlossenen Landwirte
sollen fachlich dazu befähigt werden, unterstützende Tiefbauleistungen für den Breitbandausbau bereitzustellen.

Für die Einbindung des Maschinenrings Hessen e.V. sind alle Beschäftigungsgruppen, die für den Tiefbau notwendig sind,
ausgebildet worden: Bauleiter, Vorarbeiter, Maschinenführer und Tiefbaufacharbeiter (Medienverlegung und Oberflächenarbeiten).

Die Ausbildung begann durch verschiedene Inhouse-Schulungen, bei welchen insbesondere Wert auf die Einführung in den
Breitbandausbau gelegt sowie Wissenswertes zu Material inkl. Anschauungsmaterial vermittelt wurde.
Bei den Schulungen zum Breitbandausbau wurde der Einsatz von Werkzeugen inkl. zur Verfügung gestellte Rohrschneider und
anderen Spezialwerkzeuge sowie deren Anwendung vermittelt.
Dies wurde durch Best-Practise-Beispiele (Lernen auf einer Teststrecke auf dem Gelände der Fa. Klenk & Sohn GmbH und an bestehenden Baustellenabschnitten) abgerundet.

Anschließend erfolgte die praxisorientierte Schulung im Zuge der Baumaßnahme. Dabei handelt es sich um die Bedienung, Handhabung aller notwendigen Maschinen und

Werkzeuge, die zur Erstellung des Rohrnetzes benötigt werden: Kabelpflug, VEV-Pflug, Hydraulikbagger, Radlader, Verdichtungsgeräte, Leichte Fallgewichte, Schneidegeräte für die Rohranlage, etc.

Zuletzt ging es an die Umsetzung und Durchführung der Baumaßnahme durch die Mitarbeiter des Maschinenrings unter
Aufsicht und weiteren Ausbildung von Fachkräften der Firma Klenk & Sohn GmbH. Hier war das Ziel,
eine schrittweise Hinführung zum eigenverantwortlichen Arbeiten (technisch und kaufmännisch) zu erreichen.

Dies wurde erreicht, indem mehrere Tiefbaukolonnen in der Besetzung von unterschiedlichen Beschäftigungsgruppen
eingesetzt wurden. Daher ist eine Kapazitätsanpassung hinsichtlich des Maschinenrings im Projekt und weiterführenden Projekten möglich.

 Folgende Einsatzmöglichkeiten sind vorgesehen:

verlegetechnik

Quelle © Firma Klenk & Sohn GmbH

Insgesamt wurden 16 Personen aus Ober- und Südhessen in 9 Schulungsabschnitten (zwischen 6 und 8 Std Dauer) geschult.

Durch die hier angefallenen Arbeiten im unbefestigten Bereich, sowie der Chancen zum Einsatz des Pflugverfahrens,
sind den Maschinenringmitgliedern eine breite und umfassende Ausbildung ermöglicht worden.

Laut der Firma Klenk & Sohn sind die praktischen Ausbildungen im Pflugverfahren am weitesten entwickelt und vorangeschritten.
Die Ausbildung von mehreren Teams ermöglicht es bereits jetzt,
die Maschinenringmitglieder in Folgeprojekten einzusetzen und zunehmend eigenständig in die Projekte zu integrieren.

Bilder der Ausbildung:

Bild 1Bild 2  

 Quelle © Firma Klenk & Sohn GmbHBild 3

 Quelle © Firma Klenk & Sohn GmbH

Die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Maschinenring sind vielfältig.
Folgende Ausbildungsmöglichkeiten sieht die Firma Klenk & Sohn auch zukünftig: Bauen im innerstädtischen Bereich,
VEV-Pflug, HDD-Bohranlagen, Glasfaserkabel einblasen & einziehen, Glasfasermontage und Glasfaser Messungen.

Die geschaffenen Ausbildungsgrundlagen im Projekt „Planungs- und Bauleistungen zur Netzerweiterung des IKbit – Interkommunales Breitbandnetz,
Eigenbetrieb der Gemeinde Fürth unter Einbeziehung des Maschinenrings Hessen e.V.“ sind als ein guter Einstieg für den Maschinenring
und dessen Mitglieder in die breite Einsatzvielfalt des Breitbandausbaus zu bewerten.

Mit der hier erfolgreich begonnenen Ausbildung und den daraus gewonnenen Erfahrungen können
die Maschinenringmitglieder nun für weitere Projekte im Breitbandausbau eingesetzt und auch weiterentwickelt werden.
Die Kombination aus Maschinenführung, Einsatzbereitschaft und Flexibilität bieten eine gute Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und sich breiter aufzustellen.

Weitere Informationen unter www.ikbit.de, www.entega-medianet.de

Das Projekt wird gefördert durch:

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Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums:

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Co Finanzierung:

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Projektträger:

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Spatenstich zur Gigabitanbindung der Schulen

Fürth, 16.07.2021

 
Interkommunales Breitbandnetz IKbit – Spatenstich zur Gigabitanbindung der Schulen

Der Eigenbetrieb IKbit erweitert das interkommunale Breitbandnetz um 28 Schulstandorte / Bund und Land fördern die Maßnahme im Rahmen ihrer Breitbandförderprogramme

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Hinten stehend von links nach rechts: Herrn Christopher Lingnau (atene KOM GmbH), Herrn Udo Klenk (Geschäftsführer Klenk & Sohn), Frau Dagmar Cohrs (Wirtschaftsförderung Bergstraße), Herrn Christoph Busch (Geschäftsführung Entega Medianet), Herrn Jan Fischer (Betriebsleitung Eigenbetrieb IKbit), Bürgermeister Dr. Sascha Weber, Landrat Christian Engelhardt, Herrn Dr. Matthias Zürker (Wirtschaftsförderung Bergstraße), Herr Ekkehard Müller (Schulleitung Überwald-Gymnasium), Kreistagsvorsitzender Joachim Kunkel und Herrn Christian Mang (Schulleitung Eugen-Bachmann Schule)

Vorne sitzend von links nach rechts: Bürgermeister Uwe Spitzer, Bürgermeister Volker Oehlenschläger und Bürgermeister Erik Kadesch)

Das Interkommunale Breitbandnetz IKbit wurde vor rund sechs Jahren fertiggestellt und in den zehn beteiligten Kommunen mit Internetanschlüssen mit bis zu 50 Mbit/s in Betrieb genommen. Aufgrund des besonderen Bedarfs der Schulen an schnelleren Internetanschlüssen, sollen nun die 28 noch nicht mit Gigabitanschlüssen versorgten Schulstandorte in den IKbit-Kommunen direkt mit Glasfaserleitungen angebunden werden.

Der erste Spatenstich findet heute an der Eugen-Bachmann-Schule in Wald-Michelbach statt. Landrat Christian Engelhardt, Bürgermeister Dr. Sascha Weber, Gemeinde Wald-Michelbach, Bürgermeister Volker Oehlenschläger, Gemeinde Fürth, Christopher Lingnau, atene KOM GmbH (beliehener Projektträger des BMVI), Jan Fischer, stellvertretender Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit, Dr. Matthias Zürker, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Bergstraße, Udo Klenk, Geschäftsführer Klenk und Sohn GmbH, nehmen den Spatenstich gemeinsam mit weiteren Beteiligten vor.

Zur Finanzierung des Projektes hat der Eigenbetrieb IKbit erfolgreich Fördermittel eingeworben. Das Vorhaben hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von 919.000 Euro, wovon 810.000 Euro förderfähig sind. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) unterstützt mit 405.000 Euro aus dem Bundesförderprogramm Breitband. Das Land Hessen übernimmt eine Kofinanzierung aus seinem Breitbandförderprogramm in Höhe von 324.000 Euro. Den Rest trägt der Eigenbetrieb IKbit als Eigenanteil.

Das bestehende IKbit-Netz wird damit erweitert und Glasfaserleitungen bis zu den Schulgebäuden gelegt. Die Maßnahme wird zudem genutzt, für insgesamt 69 Grundstücke entlang der zu verlegenden Trassen vorbereitende Anschlüsse zu legen. Die Infrastruktur wird dazu bis ein Meter auf das Grundstück gebaut und die Kosten ebenfalls gefördert („Vortrieb auf Basis von Reservekapazitäten“).

Mit dem Bau des Netzes wurde nach erfolgter Ausschreibung die Firma Klenk und Sohn GmbH beauftragt. Der Betrieb des Netzes wurde ebenfalls ausgeschrieben und wird von der Entega Medianet GmbH übernommen.

Bei der Beantragung der Fördermittel sowie bei der Vorbereitung des Projektes wurde der Eigenbetrieb IKbit von Dagmar Cohrs, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin Kommunalbetreuung der Wirtschaftsförderung Bergstraße GmbH, und dem hier angesiedelten, durch das Land Hessen geförderten regionalen Breitbandberater Berthold Passlack unterstützt.

Die Maßnahmen werden in den kommenden Monaten auch in Abstimmung mit dem Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises Bergstraße umgesetzt. Bis Mitte 2022 sollen dann alle Schulen über Gigabitanschlüsse verfügen.

Weitere Informationen unter www.ikbit.de, www.entega-medianet.de

Projektträger:

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