28 weitere Schulen im vorderen Odenwald an das schnelle Netz angebunden

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Hinten stehend von links nach rechts: Erster Beigeordneter Manfred Gölz (Gemeinde Wald-Michelbach), Frau Kathrin Weber (Schulleiterin Müller-Guttenbrunn-Schule, Fürth), Herr Martin Papendieck (atene KOM GmbH), Frau Tatiana Dolzhikova (atene KOM GmbH), Herr Dr. Matthias Zürker (Wirtschaftsförderung Bergstraße), Frau Dagmar Cohrs (Wirtschaftsförderung Bergstraße), Bürgermeister Erik Kadesch (Gemeinde Mörlenbach), Herr Jan Fischer (Betriebsleiter Eigenbetrieb IKbit), Herr Paul Macke (Geschäftsführer Klenk & Sohn) und Herr Klaus Krug (Entega Medianet)

Vorne stehend von links nach rechts: Frau Birgit Heitland (Hessische Landtagsabgeordnete), Frau Prof. Dr. Kristina Sinemus (Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung) und erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz (Kreis Bergstraße)

 

Die Digitalisierung der Schulen schreitet mit großen Fortschritten auch im Landkreis Bergstraße voran, so dass weitere 28 Schulstandorte im vorderen Odenwald an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Hessische Landesregierung hatte diesen Ausbau mit mehr als 300.000 Euro unterstützt. An der Müller-Guttenbrunn-Schule in Fürth betonte Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus: „Ich habe schon zu Beginn meiner Amtszeit in 2019 betont, dass der Ausbau und die Anbindung der Schulen größte Priorität haben wird. Schnelles Internet ist eine wichtige Voraussetzung für die weitere Digitalisierung der Schulen. Denn die Kinder und Jugendlichen werden durch das Nutzen der digitalen Möglichkeiten auf das spätere Berufsleben vorbereitet. Wir werden unser Ziel erreichen und bis Ende 2022 nahezu alle öffentlichen Schulen ans Netz anbinden.“

„In Hessen haben wir bereits einen sehr guten Stand der Schulanbindung erreicht. Hierzu hat neben der Förderung durch den Bund und der Hessischen Landesregierung sowie dem marktgetriebenen Ausbau auch das große Engagement der Landkreise beigetragen“, so Sinemus.

Zeitgemäße Pädagogik an modernen Schulen

„Der Ausbau der Infrastruktur an den Schulen ist ein notwendiger und essentieller Schritt zur erfolgreichen Digitalisierung unserer Schulen. Wir sind stolz und dankbar, dass wir im Kreis Bergstraße eine flächendeckende Anbindung an die Datenautobahn für den Odenwald erreichen konnten“, betonte die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz, die in Vertretung des Landrats an der Veranstaltung teilnahm. Landrat Christian Engelhardt ist die Digitalisierung der Schulen eine Herzensangelegenheit und eine der wichtigsten Aufgaben, damit die Schülerinnen und Schüler des Kreises eine zeitgemäße Pädagogik an modernen Schulen erfahren können.

Bürgermeister Volker Oehlenschläger, Gemeinde Fürth/IKbit: „2011 sind wir mit unserem IKbit Projekt in zehn Kommunen gestartet, um schnelles Internet in unsere Region zu bringen. Seit 2013 wurden die Kommunen angeschlossen, sind seitdem gut versorgt, so dass es unseren Bürgern möglich war, durch Homeschooling und Homeoffice die Pandemie gut zu bewältigen. Der Gigabitausbau der Schulen war jetzt der nächste gemeinsame große Schritt. Durch die finanziellen Förderungen vom Land Hessen und Kreis Bergstraße haben wir es geschafft, alle Schulen im IKbit Gebiet frühzeitig an das Gigabitnetz anzuschließen. Und der Ausbau der privaten Hausanschlüsse ist auch schon gestartet.“ 

So viel Landesgeld wie nie zuvor

Die Digitalministerin verwies auf aktuelle Angaben, dass bereits die kreisfreien Städte Kassel, Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt sowie die Landkreise Odenwald, Lahn-Dill, Main-Kinzig, Limburg-Weilburg, Fulda und Marburg-Biedenkopf alle Schulen in Trägerschaft der Stadt beziehungsweise des Kreises gigabitfähig angebunden haben. Gemäß einer Erhebung des Breitbandbüros Hessen mit Stand Dezember 2021 verfügen 1.549 Schulen (77 Prozent) aller rund 2.000 Schulen in Hessen über eine gigabitfähige Anbindung, 2019 waren es nur 609 Schulen (30 Prozent). Ich danke daher allen Beteiligten für die Bemühungen und ermuntere, nicht nachzulassen und zum Schlussspurt anzusetzen. Die Hessische Landesregierung unterstützt den Ausbau in dieser Legislaturperiode mit so viel Geld wie nie zuvor“, so Sinemus abschließend.

 

Presseartikel Digitales Hessen: digitales.hessen.de/presse

 

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Der Verkauf des Breitbandnetzes ist beschlossene Sache

Das Netz wurde an die Entega Medianet GmbH verkauft

Zuschnitt redux

(Bürgermeister der 10 IKbit-Kommunen sowie deren 1. Beigeordnete/1. Stadträte/innen, Geschäftsführung der Entega Medianet GmbH, Wirtschaftsförderung Bergstraße, Breitbandberater Hessen)

 

Bis 2030 soll Glasfaser in allen Haushalten der 10 IKbit-Kommunen liegen. Hierzu wurden die Voraussetzungen von allen zehn Gemeindevertretungen/Stadtverordnetenversammlungen im IKbit-Gebiet im ersten Halbjahr 2022 geschaffen. Die kommunalen Gremien haben dem Verkauf des Breitbandnetzes an die Entega Medianet GmbH zugestimmt.

Ausgangslage: Die Entega Medianet GmbH, die für die 10 Kommunen das Breitbandnetz betreibt, hatte das Interesse signalisiert, den Gigabitausbau im IKbit-Gebiet sowohl durch einen teilweise eigenwirtschaftlichen Ausbau als auch durch Beteiligung am geförderten Ausbauprojekt vorantreiben zu wollen. Nach etlichen Gesprächen mit allen Projektkommunen und Projektpartner konnte eine Ausbaustrategie entwickelt und die Voraussetzungen für einen Verkauf des Netzes geschaffen werden.

Mit der heutigen Unterzeichnung des gemeinsam erarbeiteten Kaufvertrages wird das FTTC-Bestandsnetz an die Entega Medianet GmbH veräußert. Für die Bürger ändert sich nichts, der Betrieb des Netzes läuft wie bisher normal weiter. Die bestehende Infrastruktur kann als Basis für den Aufbau des neuen, flächendeckenden FTTB/-H-Netzes (FTTB/-H steht für „Fiber-to-the-building/home“) dienen. Im Zuge des flächendeckenden Ausbaus des Glasfasernetzes hätte das bestehende, gemeindeeigene FTTC-Netz durch den Wechsel der Kunden auf die neue Technologie künftig stetig an Wert verloren und die Pachteinnahmen, die über die Nutzung dieses Netzes durch die Entega Medianet GmbH generiert und zur Refinanzierung genutzt werden, würden sich ebenfalls rückläufig entwickeln. Dieses Risiko entfällt für die Kommunen durch den Verkauf an die Entega Medianet GmbH, die den Betrieb des Netzes ungeachtet dessen unverändert weiterführen und die bekannten, bereits buchbaren Produkte weiterhin anbieten wird. Durch den Glasfaser-Hausanschluss besteht künftig für die Bürger die Möglichkeit, noch bessere und leistungsfähigere Produkte buchen zu können. Außerdem steigert die Versorgung mit gigabitfähigen Glasfaser-Anschlüssen die Attraktivität der Region für Bürger sowie für Gewerbetreibende. In der Gemeinde Abtsteinach hat die Entega Medianet GmbH ihren eigenwirtschaftlichen Ausbau bereits gestartet.

Flankiert wird der Kaufvertrag durch Kooperationsverträge, die zwischen der Entega Medianet GmbH und den jeweiligen Kommunen geschlossen wurden. In diesen Kooperationsverträgen wurden die Rahmenbedingungen sowie die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kommune und Entega Medianet während des eigenwirtschaftlichen Ausbaus vereinbart. Die Gebiete, welche nicht im Zuge des eigenwirtschaftlichen Ausbaus der Entega Medianet GmbH erschlossen werden, werden durch die Kommunen bzw. IKbit in einem sogenannten „Wirtschaftlichkeitslückenmodell“ ausgebaut. Dies bedeutet, dass alle Haushalte an das Netz angeschlossen werden. Auch Höfe oder Weiler, die nicht direkt im Ortskern liegen. Dafür erhalten die Kommunen Fördermittel von Bund und Land. Durch das Interesse der Entega Medianet GmbH, einen eigenwirtschaftlichen Gigabitausbau im IKbit-Gebiet zu realisieren, ergibt sich für die Kommunen die Chance, den Gigabitausbau mit geringen eigenen Investitionen zu realisieren. Mit dem Verkaufserlös des FTTC-Bestandsnetzes wird das bestehende Kommunaldarlehen bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen durch IKbit abgelöst und die kommunalen Haushalte entschuldet. Das Bestandsnetz wird für 16,3 Millionen Euro an die Entega Medianet GmbH verkauft.

Bis 2030 sollen alle Haushalte im IKbit-Gebiet einen Glasfaser-Hausanschluss erhalten. Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Entega sowie der geförderte Ausbau durch IKbit wird teilweise zeitlich parallel ablaufen. Die Verfügbarkeit der Glasfaser-Produkte kann künftig über die Homepage der Entega unter https://www.entega.de/glasfaserausbau/ geprüft werden. Angeboten künftig werden verschiedene, abgestufte Übertragungsraten (300Mbit/s, 600Mbit/s, 1.000Mbit/s) als Internet & Telefonie-Flat-Produkte sowie Kombi-Produkte (400Mbit/s) in Verbindung mit den Stromtarifen der Entega.

Der nächste Schritt zur Umsetzung des Gigabitausbaus im Weschnitztal und im Überwald ist getan

Die zehn Kommunen unterschreiben die modifizierte öffentlich-rechtliche Vereinbarung

Bild Unterzeichnung ÖRV

 

Am 12.04.2022 unterzeichneten die Bürgermeister und deren Erste Beigeordnete, beziehungsweise Erste Stadträte, der beteiligten Kommunen die modifizierte öffentlich-rechtliche Vereinbarung. Mit dieser Grundlage kann der in der Gemeinde Fürth angesiedelte Eigenbetrieb IKbit nun weiter in Richtung des flächendeckenden Gigabitausbaus vorangehen. Somit soll spätestens 2030 jedes Haus in den IKbit-Kommunen Abtsteinach, Birkenau, Fürth, Gorxheimertal, Grasellenbach, Lindenfels, Mörlenbach, Rimbach und Wald-Michelbach sowie in den Stadtteilen Heppenheims Ober-Laudenbach, Mittershausen-Scheuerberg und Wald-Erlenbach einen Glasfaseranschluss erhalten, der eine Internetbandbreite von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglicht.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau der Entega Medianet GmbH wird in wenigen Tagen in Abtsteinach starten. Derzeit laufen bereits Gespräche zwischen den Kommunen und der Entega, um in absehbarer Zeit anstehende Straßenbaumaßnahmen sowie geplante Neubaugebiete in die zeitlichen und kapazitiven Planungen für den Glasfaserausbau einbeziehen zu können. Dadurch können Synergieeffekte perfekt genutzt werden. Der beschlossene Verkauf des bisher errichteten kommunalen Netzes, an die Entega Medianet GmbH, wird im Mai vertraglich besiegelt. Aktuell liegt der Kaufvertrag der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vor.

Um den komplexen Gigabitausbau umsetzen zu können, hat der Eigenbetrieb IKbit bereits begonnen, Fördermittel - zunächst für die juristische und technische Beratung - zu beantragen. Trotz des Verkaufes des Bestandsnetzes halten die Kommunen zusammen und gehen gemeinsam voran. Basis für diese Geschlossenheit sind die positiven Beschlüsse zur Gigabit-Ausbaustrategie in den Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen. Denn für das beschlossene Vorgehen gab es in den zehn Parlamenten gerade einmal zwei Gegenstimmen. Das ist ein Zeichen des Erfolges der interkommunalen Zusammenarbeit.

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